Wenn CIOs (alb)träumen
[22.06.12] +++ Während der Barracuda Technical Conference in München widmete Dr. Wieland Alge, General Manager EMEA, seine Keynote den drei aktuellen Herausforderungen der CIOs. Cybercrime, Consolidation und Cloud – die drei Cs - seien die wesentlichen Herausforderungen für IT-Security-Verantwortliche weltweit.
Das erste C: Crime - es gibt böse Menschen
In den 90er Jahren galt die
Devise „Kein Internet, keine Gefahr, das Leben ist schön". Eine Dekade später
galt in den 00er Jahren das Leitmotto „Das Internet ist böse aber notwendig,
und wir bekommen es in den Griff". Im Jetzt und Heute gilt ein neues
Paradigma: „Das Internet ist immer noch böse. Wir bekommen es nicht in den
Griff." Wir müssen überdenken, wie wir Unternehmenskommunikation und -Daten
richtig behandeln. Dabei werden wir von diversen objektiven Faktoren und
persönlichen Erlebnissen beeinflusst und oft auch aufs Glatteis geführt. Ein
Beispiel: die Spam-Rate ist zwar um mehr als 50 Prozent gegenüber dem
Vergleichsjahr 2010 gesunken. Zugleich stieg aber der Anteil der gezielten und
erfolgreichen Hacker-Angriffe massiv an. Zweites Beispiel: Die User sind sich
zunehmend sicher, dass ihre Fähigkeit, ein iPad zu bedienen, die zu
Mini-Systemexperten macht. Sie unterschätzen, welchen Risiken sie sich und
ihrer Unternehmens-IT aussetzen, wenn sie das mobile Endgerät für
Unternehmenszwecke verwenden.
Es
ist ein Irrglaube, dass es heute noch an einer zentralen Stelle einen einzigen
IT-Verantwortlichen gibt, der Herr über jeden Daten-Ein- und Ausgang ist. Die
Barracuda Next Generation Firewall setzt nicht nur am Perimeter an, der
inzwischen als verloren angesehen werden muss. Sie wird darüber hinaus an
mehreren neuralgischen Stellen des Netzwerks eingesetzt, auch und gerade vor
den Daten. Zusammen mit Web Application Firewalls, ebenfalls intern und
extern, kontrolliert sie die Anwendungen und die Zugangsberechtigungen,
optimiert das firmen- und standortübergreifende Wide Area Network (WAN),
bietet ein zentralisiertes Management und ist auch noch skalierbar. Selbst die
Smartphones der Mitarbeiter werden in solchen Architekturen kein Grund für
Albträume mehr sein.
Das
zweite C: „Ease your life: consolidate"
Die Konsolidierung in der IT
ist wie die Bekämpfung der Hydra, des mythologischen Monsters also, dem für
jeden abgeschlagenen Kopf zwei neu nachgewachsen sind. Ein einzelnes System zu
haben, wäre natürlich am einfachsten. Eines, das alles versteht, rund um die
Uhr an sieben Tagen der Woche. Es ist aber ein Mythos, dass die Vereinfachung
des IT-Lebens nur darin bestünde, die Systeme zu reduzieren. In Wahrheit geht
es nicht nur um eine geringere Zahl an Systemen, sondern vor allem auch darum,
dass vormals fremde Teile ineinandergreifen. Viele Konsolidierungen finden
heute bereits zwischen Systemen statt, die völlig verschiedene
Kerntechnologien bieten, wodurch ein „All-in-one-system"-Ansatz gar nicht
möglich ist.
Das
dritte C: Cloud - die weiche Wolke ist ein harter Brocken
So wolkig und veränderlich wie
die Wolken am Himmel sind auch die Vorstellungen von Cloud-basierten
Technologien. In Europa dominiert bei Security-Experten die Angst vor der
Wolke. Dabei ist nicht überall, wo Cloud darauf steht, auch der Teufel drin.
Wie so viele Hypes in der IT muss die Cloud entmystifiziert werden. Weder
rettet sie den Planeten, noch wird sie uns in den Abgrund stürzen. Cloud
bedeutet für Security zweierlei. Zum einen bietet sie die Möglichkeit, manche
Tätigkeiten von Systemen vor Ort auf Cloud-basierte Systeme auszulagern, ohne
dass ein konkretes Informationsleck entsteht. So wehrt man Denial of Service
Attacken (DoS) einfacher außer Haus ab. Unter dem Begriff
„Real-Time-Protection" bieten wir bereits seit Jahren Schutz für unsere
lokalen Appliances genauso wie für unsere Cloud-gestützten Services an. Der
aber viel wichtigere Aspekt sind die IT-Prozesse. Die bestehenden
Security-Systeme stehen hier vor neuen Herausforderungen, die bewältigt werden
müssen.
Wo
CRM-Systeme Cloud-basiert verwendet werden, ist es für Firewalls plötzlich
nicht mehr nur wichtig, auf Datenpakete mit schädlichem Inhalt zu achten,
sondern darauf, die Internetanbindungen optimal verfügbar zu halten und
Bandbreite für unverzichtbare Anwendungen zu reservieren. Für Firewalls war
das lange Zeit eine Art Luxusaufgabe, in einer wolkigen Welt werden genau
diese Traffic-Management-Aufgaben zu zentralen Eigenschaften, um die IT
Prozesse zu beschützen."
Barracuda
Networks
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